Backnang, Unterweissach, Murrhardt und Großaspach

Trauerbegleitung

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"Dort wo man Trost findet, ist man Zuhause!"

Menschen in Trauer
sind in einer Ausnahmesituation. Sie sind sich selbst fremd. Sie fallen mit ihren Gefühlen ins bodenlose. Sie verlieren den Bezug zum Leben, zu anderen Menschen und zu sich selbst.

Umso wichtiger ist es
für Angehörige gestorbener Menschen, dass sie mit ihrem Schmerz angenommen und so akzeptiert werden, wie sie in ihrer Ausnahmesituation jetzt gerade sind.

Daher ist es nicht angemessen
als Außenstehender zu erwarten, dass der Zustand des Tieftraurigseins möglichst schnell vorbei und der Trauernde sicher bald wieder „normal“ ist.

Die Erwartungen der Anderen
machen es den Trauernden zusätzlich schwer, sich ganz allmählich an das Weiterleben ohne den geliebten Partner, ohne das geliebte Kind heran zu tasten. Das Leben alleine ist ein fortwährendes Üben – ein Üben des nun veränderten Lebens. Jeder trauernde Mensch muss seinen eigenen Weg finden, um mit den veränderten Lebensbedingungen, mit der zerbrochenen Beziehung leben zu lernen.

Mit dem folgenden Buchtipp möchten wir Ihnen den täglichen Beistand in die Hand geben, der Ihnen Mut machen soll.

Trost für deine Seele – 365x Zuspruch im Trauerjahr

Begleitung durch das Trauerjahr
Texte voll Trost, Hoffnung und Ermutigung entsprechend der Trauer­phasen gegliedert Den Verlust eines Menschen zu verarbeiten, braucht seine Zeit. Die Tradition des Trauerjahres ist deshalb auch heute noch berechtigt und sinnvoll. Dieses Kalenderbuch möchte Begleitung und Hilfe bieten. Ansprechend gestaltet, finden sich darin 365 kurze Gedanken und Impulse für jeden Tag des Trauerjahres. Gegliedert ist das Buch nach den verschiedenen Trauerphasen: Schmerz bzw. Schock, Akzeptanz des Verlusts, Erinnern, Abschied und Loslassen.

Wenn jemand verstirbt
plötzlich und unerwartet – aber auch, wenn absehbar was, dass ein Leben zu Ende geht, ist man geschockt, oftmals sogar wie gelähmt. Man ist sprachlos und diese Sprachlosigkeit in Worte zu fassen ist eine schwierige Aufgabe. Der Anstand gebietet es und vielen Menschen ist es dann auch ein Bedürfnis, den Hinterbliebenen ihr Mitgefühl auszudrücken und eine Kondolenzkarte oder ein Kondolenzschreiben zu schicken. Man sitzt vor dem Papier und weiß nicht weiter. Geht man auf den Verstorbenen ein oder verleiht man der eigenen Trauer Ausdruck, tröstet man die Angehörigen?

Ein Kondolenzbrief sollte mit Bedacht
geschrieben werden und die Position widerspiegeln, in der Sie zu dem Verstorbenen und dessen Familie/Angehörigen stehen. Je näher Sie stehen, desto persönlicher kann ein solcher Brief formuliert werden.

Wenn Sie sich bei einigen Dingen
nicht sicher sind, so schreiben Sie sie lieber nicht nieder. Sollte die Familie z.B. nicht gläubig sein so wäre es falsch, einen Trauerspruch mit biblischem Hintergrund zu wählen. Es gibt viele Trauersprüche mit kirchlichen Bezug – vielleicht finden Sie auch selbst einige Zeilen, die poetisch klingen und Ihnen aus dem Herzen sprechen.

Möchten Sie keinen Trauerspruch
verwenden, so beginnen Sie gleich mit der Anrede, die Ihrer Stellung zu den Hinterbliebenen entspricht. Waren Sie mit dem/der Verstorbenen sehr gut befreundet, hatten allerdings zu den Hinterbliebenen selten Kontakt, dann sollte die Anrede förmlich sein. Sind Ihnen auch die Hinterbliebenen herzlich verbunden, wählen Sie eine Anrede, die Ihnen aus der Seele spricht und die Nähe erlaubt.

Danach gehen Sie direkt auf das Geschehene und Ihre Gefühle dazu ein.

Bringen Sie zum Ausdruck:

  • dass es schmerzt
  • dass es ein Verlust ist
  • dass Sie bestürzt sind
  • dass es unfassbar ist

Im Anschluss schreiben Sie nieder:

  • warum der Verstorbene Ihnen nähe stand
  • welche besonderen Erinnerungen Sie teilten
  • was Sie an dem Verstorbenen geschätzt haben
  • was Ihnen fehlen wird

Abschließend, vor der Grußformel, sollten Sie noch einige Worte des Mitgefühls schreiben.

Bieten Sie Ihre Hilfe an – jedoch nur, wenn Sie auch bereit und in der Lage sind, dies auch in die Tat umzusetzen. Nichts ist für die Hinterbliebenen schlimmer als ein solches Angebot zu bekommen und am Ende doch niemanden zu haben, weil die Zeit fehlt und es „jetzt gerade ungünstig“ ist. Andernfalls sehen Sie von solchen Angeboten lieber ab.

Beenden Sie das Schreiben mit einer angemessenen Grußformel, wie bereits oben schon erwähnt – je größer die Nähe, desto persönlicher darf sie sein.

Sollte Ihnen bereits bekannt sein, wie die Beisetzung stattfindet, können Sie vor der abschließenden Grußformel noch mitteilen, dass Sie an der Beisetzung teilnehmen/nicht teilnehmen werden. Bei Nichtteilnahme bitten Sie um Verständnis dafür und eventuell teilen Sie auch mit, warum Sie nicht teilnehmen können – es könnte sonst als Desinteresse gewertet werden.

Hier noch einige abschließende Tipps:

  • Schreiben Sie Kondolenzkarten / -Briefe immer mit der Hand
  • Verwenden Sie schlichtes Papier oder im Handel erhältliche Karten
  • Schreiben Sie einfühlsam und hören Sie auf Ihr Herz
  • Möchten Sie die Karte / den Brief selbst gestalten bedenken Sie – weniger ist manchmal mehr

Es kommt vor, dass nicht Sie selbst von einem Trauerfall betroffen sind, aber Personen die Ihnen Nahe stehen. Selbstverständlich verspüren Sie das Gefühl, demjenigen helfend zur Seite stehen zu wollen, doch Sie wissen nicht wie. Nachfolgend finden Sie einige Hinweise, wie Sie Hinterbliebenen Trost spenden können und was Sie dabei beachten sollten.

  • Warten Sie nicht ab, bis die trauernde Person sich an Sie wendet – bieten Sie Ihre Hilfe und Ihren Beistand an
  • Seien Sie da, wenn die Trauernden an Sie wenden (andere Verabredungen sollten dann möglichst verschoben werden), sonst entsteht der Eindruck falscher Versprechungen
  • Lassen Sie reden und hören Sie einfach nur zu. Entscheiden Sie aus der Situation und dem Gespräch heraus, was dem Betroffenen hilfreich sein könnte – manchmal ist es auch ein Schweigen – das die Gedanken in eine andere Richtung lenkt. Überlassen Sie es der trauernden Person, worüber und wann Sie reden möchte
  • Zeigen Sie Gefühle und wenn Ihnen selbst zum Weinen zu Mute ist, dann weinen Sie mit
  • Reden Sie nicht mit Floskeln wie „die Zeit heilt alle Wunden..“, „Das Leben geht weiter..“, „Kopf hoch..“ oder gar „Es war ein schöner Tod…“- es gibt keinen schönen Tod und die Zeit heilt auch keine Wunden. Dass das Leben weitergeht weiß der Betroffene auch. Und letztlich gibt es dem Tod einer nahestehenden Person nichts Gutes abzugewinnen
  • In der Trauerverarbeitung mag es auch Zeiten des Zorns und der Wut geben, die sich womöglich auch gegen Sie richten – halten Sie ein dickes Fell bereit und nehmen es nicht persönlich – es entspricht der Situation und der Phase, nicht Ihrem Handeln!
  • Sollten Sie bereits über eigene Trauer-Erfahrungen verfügen, so sprechen Sie darüber und lassen Sie dies ein die Gespräche miteinfliesen. Nicht mit den Worten „Du musst..“ sondern sorgsam in Ratschlägen und praktische Ideen verpackt. Da jede Person anders trauert, kann man dazu keine pauschalen Aussagen treffen. So individuell ein Mensch ist, so trauert er auch und es ist an Ihnen, sich darauf einzustellen. Vielleicht können Sie nachempfinden, wie der Trauernde sich fühlt, sprechen Sie es jedoch nicht aus
  • Richten Sie sich darauf ein, dass Ihre Hilfe dauerhaft benötigt wird – jeder Trauerprozess ist anders und es gibt immer wieder mal Zeiten, wo man hilfreich zur Seite stehen muss – Erlebnisse oder auch Ereignisse, die die Trauer durchbrechen lassen wie z.B. Geburtstage, Todestage, Weihnachten oder Jahreswechsel

Wir wünschen Ihnen
bei Ihrer Trauerbegleitung viel Erfolg und stets das rechte Einfühlungsvermögen um alle erdenklichen Situationen zu meistern.

…mit dem Trauern um?
Kommt der Tod in unsere Familie, gibt es gesellschaftliche Regeln, die uns die Trauer erschweren: Wenn ein naher Angehöriger stirbt, wird erwartet, dass wir stark sind und unsere Gefühle nicht oder nicht über einen bestimmen Zeitraum hinaus zeigen.

Sind wir nach dieser Zeit
noch mit Leid erfüllt, dann hören wir den Kommentar:
„Das Leben geht weiter… Du solltest nun schon darüber hinweg sein“ – „Lass dich nicht so hängen“.

Andererseits bekommen Menschen,
die relativ schnell wieder unbeschwert sein können zu hören:
„Sie kann ihren Partner nicht geliebt haben, wenn sie ihn so schnell vergisst.“

Ganz anders gehen außereuropäische Völker
mit dem Tod um. All das, was wir an unserem eigenen Körper während der Trauerphase erleben, aber in unserer Gesellschaft kaum ausdrücken dürfen, ist dort gestattet oder wird sogar erwartet: zu klagen und zu weinen, nicht zu arbeiten, nicht zu schlafen, nicht zu essen, sich von anderen Menschen zurückzuziehen, sein Äußeres zu vernachlässigen.

Rituale helfen den Betroffenen
ihre Trauer auf sozial anerkannte Weise zum Ausdruck zu bringen, so dass sich keine schwere Depression oder andere krankhafte Prozesse entwickeln können.

Was können Sie tun, um Ihre Trauer bewältigen zu können?
Der Weg durch die Trauer bis zu einem neuen Gleichgewicht dauert bei den meisten Menschen zwischen drei und fünf Jahren. Deshalb sollten Sie zunächst lernen, Ihre Gefühle zu akzeptieren – auch „verrücktes Verhalten“ wie etwa die ganze Nacht das Radio laufen zu lassen, um die Einsamkeit nicht zu verspüren.

Ihren Schmerz sollten Sie nicht mit Tabletten,
Alkohol oder Süßigkeiten betäuben – oder zumindest nicht länger als vier Wochen. Ein Tagebuch, dem Sie Tag und Nacht all Ihre Verzweiflung anvertrauen können, kann gute Dienste für Sie leisten. Heute gibt es in verschiedenen Städten auch Trauerbewältigungsgruppen, in denen Sie sich mit Menschem die sich in der gleichen Lebenssituation befinden, treffen können.

Große grundsätzliche Entscheidungen,
wie Umzug, Hausverlauf oder Stellenkündigung sollten Sie anfangs ebenfalls vermeiden. Ein Tagesplan, in dem Sie sich ganz kleine Schritte vornehmen, wird Ihnen dabei helfen, zumindest das Nötigste zu regeln. Wichtig ist es auch, die Wochenenden zu planen. Sollten Sie nachts den Wunsch nach einer menschlichen Stimme haben, können Sie die Telefonseelsorge vollkommen anonym anrufen.

Ihr Körper braucht
obwohl Sie gerade jetzt wahrscheinlich am wenigsten Interesse an einer gesunden Ernährung haben – Ihre Aufmerksamkeit. Gut bekommen ihm Vollwertprodukte, Salat, Obst und rohes Gemüse. Auch eine Nahrungsergänzung durch die Vitamine B, C und E, sowie den Mineralstoff Magnesium ist empfehlenswert. Um Ihre körperliche Anspannung abzubauen, ist ein kleiner Spaziergang oder eine Entspannungsübung zu empfehlen.

Die Trauerbewältigung
ist wie eine Bergbesteigung. Sie müssen unten im Tal beginnen und sich langsam nach oben emporarbeiten, bis Sie wieder eine neue Lebensperspektive für sich erkennen können. Sicher ist, dass Sie Ihren verstorbenen Partner, Angehörigen oder Freund nie vergessen können und werden. Die Erinnerung wird Sie im Laufe der Zeit jedoch nicht mehr so stark schmerzen.

1. Phase des Nicht-Wahrhaben-Wollens
und der Verleugnung. In der ersten Phase wollen wir nicht wahrhaben, dass der uns so sehr am Herzen liegende Mensch gestorben ist und uns für immer verlassen hat. Wir stehen wie unter einem Schock oder bewegen uns wie in Trance.

2. Phase der aufbrechenden Gefühle
Wir haben die Hoffnung aufgegeben und verspüren den vollen Schmerz und die Verzweiflung. Wir leiden unter Gefühlsschwankungen, fangen aus heiterem Himmel an zu weinen. Unser Körper ist völlig aus dem Gleichgewicht.

Wir können nicht mehr schlafen oder kommen kaum noch aus dem Bett. Wir können nicht ruhig sitzen oder uns kaum noch von der Stelle bewegen. Wir schlingen wahllos Essen in uns hinein oder bekommen keinen Bissen herunter. Wir haben an nichts mehr Freude. Wir glauben, nie mehr wieder glücklich sein zu können. Wir hadern mit dem Schicksal, „womit wir das verdient haben“.

Wir beneiden Menschen, die ihren Partner behalten dürfen, reagieren gereizt wenn uns jemand sein Beileid ausspricht oder und helfen will. Unsere Gedanken kreisen ununterbrochen darum, was wir nie mehr gemeinsam mit dem verstorbenen Menschen erleben können. Das Leben draußen erscheint uns wie im Film, an dem wir nicht mehr teilhaben können. Diese Oase ist die schmerzlichste und schwierigste Phase in der Trauerbewältigung.

3. Phase der langsamen Neuorientierung
So langsam beginnen wir wieder, uns nach außen zu orientieren. Wir können uns zeitweise wieder konzentrieren, auch mal an etwas erfreuen. Trauer und Hadern lassen langsam nach und sind nicht mehr so intensiv. Jedoch haben wir noch starke Stimmungsschwankungen. Unser Körper gelangt langsam wieder zu seinem normalen Rhythmus.

4. Phase des neuen Gleichgewichts
Wir sind zu einem neuen körperlichen und seelischen Gleichgewicht gelangt. Es erfüllt uns bisweilen immer noch mit Wehmut, an die Vergangenheit zu denken, doch wir sehen vertrauensvoll in die Zukunft. Wir werden den verstorbenen Menschen nie ersetzen und vergessen können, aber lenken unseren Blick auf das, was wir jetzt im Leben noch haben können.

Wir haben uns eine neue Lebensaufgabe gesucht und uns neue Fähigkeiten zugelegt, die Alltagsaufgaben zu bewältigen.

Die Zeit heilt keine Wunden
Wir durchlaufen die einzelnen Phasen nicht automatisch. In jeder Phase gibt es Menschen, die dort verharren. So sind Ihnen sicher auch schon Menschen begegnet, die nur in der Vergangenheit gelebt haben: „Wie schön wäre es, wenn es noch so wäre wie früher“. Andere wiederum verbringen den Rest ihres Lebens damit, mit ihrem Los zu hadern: „Warum musste das mir passieren!“

Einige Menschen drücken ihre Trauer nicht aus, sondern unterdrücken sie mit Beruhigungstabletten oder Alkohol, andere reagieren mit psychosomatischen Beschwerden.

Kommen Sie auf uns zu. Gerne beraten wir Sie über Ihre Möglichkeiten.

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