Wie geht man in unserer Gesellschaft

...mit dem Trauern um?

Kommt der Tod in unsere Familie, gibt es gesellschaftliche Regeln, die uns die Trauer erschweren: Wenn ein naher Angehöriger stirbt, wird erwartet, dass wir stark sind und unsere Gefühle nicht oder nicht über einen bestimmen Zeitraum hinaus zeigen.

Sind wir nach dieser Zeit

noch mit Leid erfüllt, dann hören wir den Kommentar:
"Das Leben geht weiter.. Du solltest nun schon darüber hinweg sein" - "Lass dich nicht so hängen".

Andererseits bekommen Menschen,

die relativ schnell wieder unbeschwert sein können zu hören:
"Sie kann ihren Partner nicht geliebt haben, wenn sie ihn so schnell vergisst."

Ganz anders gehen außereuropäische Völker

mit dem Tod um. All das, was wir an unserem eigenen Körper während der Trauerphase erleben, aber in unserer Gesellschaft kaum ausdrücken dürfen, ist dort gestattet oder wird sogar erwartet: zu klagen und zu weinen, nicht zu arbeiten, nicht zu schlafen, nicht zu essen, sich von anderen Menschen zurückzuziehen, sein Äußeres zu vernachlässigen.

Rituale helfen den Betroffenen

ihre Trauer auf sozial anerkannte Weise zum Ausdruck zu bringen, so dass sich keine schwere Depression oder andere krankhafte Prozesse entwickeln können.