Thanatopraxie - Innovative Totenfürsorge
Damit wir diesen wichtigen Dienst
am Verstorbenen ausüben können, hat unser Mitarbeiter
Sven Sobiraj die Ausbildung zum gepr. Thanatopraktiker
beim Verband
Dienstleistender Thanatologen e.V. absolviert.
Der Tod eines nahestehenden Menschen
ist ein Abschied für immer. Ein Abschied, der vielen unendlich schwer fällt. Dabei spielt es zumeist keine Rolle, ob der Tod plötzlich und unerwartet, oder am Ende einer langen Krankheitsperiode eingetreten ist. Zurück bleiben trauernde Familienmitglieder und Freunde, die oftmals vor einer Fülle von Schmerz und Leid stehen.
Im Mittelpunkt einer jeden Trauerbewältigung
steht der bewusste Umgang mit dem Tod, des erlittenen Verlustes. Trauerbegleiter und Therapeuten sind sich darüber einig, dass eine Auseinandersetzung mit dem Tod notwendig ist, damit die Bewältigung der Trauer erfolgen kann. Vielen Hinterbliebenen fehlt allerdings der Mut, dem Verstorbenen von Angesicht zu Angesicht, ein letztes Mal gegenüber zu treten. Zu groß ist die Angst vor einem möglicherweise erschreckenden Anblick.
Doch der erfahrene Bestatter weiß
dass gerade in der stillen Einkehr am offenen Sarg, für viele Menschen, ein wichtiger Schritt auf der Suche nach dem inneren Trost sein kann. Hier wird der Tod begreifbar und kann auch seinen Schrecken verlieren, wenn der Hinterbliebene sieht, dass der geliebte Mensch seinen Frieden gefunden hat. Bleibt ein Sarg verschlossen, wird den Hinterbliebenen zumeist eine wichtige Möglichkeit in Richtung Trauerbewältigung genommen. Oftmals wird den Angehörigen leider sogar empfohlen, den Verstorbenen so in Erinnerung zu behalten, wie er zu Lebzeiten war. Da der Tod und die Auseinandersetzung mit ihm, in unserem heutigen Bewusstsein stark verdrängt, Hausaufbahrungen kaum noch gemacht werden und viele Menschen erst wenn sie persönlich von einem Trauerfall betroffen sind, damit in Kontakt kommen, ist die Furcht vor erschreckenden Erlebnissen groß.
Dabei muss das nicht sein.
In einer würdevollen und angenehmen Umgebung kann der Tod im Rahmen einer offenen Aufbahrung schon viel von seinem Schrecken verlieren. Und selbst nach einer langen, schlimmen Krankheit oder einem plötzlichen Unfalltod hat ein Bestatter die Möglichkeit den Angehörigen zu helfen und eine Abschiednahme ohne Schrecken möglich zu machen, in dem er einen gepr. Thanatopraktiker um Hilfe bittet.
Der Beruf des Thanatopraktikers
ist in unserer Gesellschaft leider weitgehend unbekannt. Dabei ist oftmals er es, der dem Bestatter hilft, damit dieser im Umgang mit dem Verstorbenen den Grundstock für die Trauerarbeit legen kann.
Er ermöglicht die offene Aufbahrung
bis zum Bestattungstag, auch über einen längeren Zeitraum ohne Einschränkung. Mit der sogenannten präventiven Behandlung eines Verstorbenen wird allerdings nicht beabsichtigt, den Leichnam für die Ewigkeit zu konservieren, sondern ihn bis zur Bestattung in einer dem Verstorbenen würdigen Weise zu bewahren.

Seite drucken