Backnang, Unterweissach, Murrhardt und Großaspach

Thanatopraxie – Innovative Totenversorgung

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Wir bewahren in würdiger Weise das Antlitz des Verstorbenen

Damit wir diesen wichtigen Dienst am Verstorbenen ausüben können, hat unser Mitarbeiter Sven Paris, geb. Sobieraj die Ausbildung zum gepr. Thanatopraktiker beim Verband Dienstleistender Thanatologen e.V. absolviert.

Der Tod eines nahestehenden Menschen
ist ein Abschied für immer. Ein Abschied, der vielen unendlich schwer fällt. Dabei spielt es zumeist keine Rolle, ob der Tod plötzlich und unerwartet, oder am Ende einer langen Krankheitsperiode eingetreten ist. Zurück bleiben trauernde Familienmitglieder und Freunde, die oftmals vor einer Fülle von Schmerz und Leid stehen.

Im Mittelpunkt einer jeden Trauerbewältigung
steht der bewusste Umgang mit dem Tod, des erlittenen Verlustes. Trauerbegleiter und Therapeuten sind sich darüber einig, dass eine Auseinandersetzung mit dem Tod notwendig ist, damit die Bewältigung der Trauer erfolgen kann. Vielen Hinterbliebenen fehlt allerdings der Mut, dem Verstorbenen von Angesicht zu Angesicht, ein letztes Mal gegenüber zu treten. Zu groß ist die Angst vor einem möglicherweise erschreckenden Anblick.

Charlotte Klinghoffer
und Sven Paris geb. Sobieraj

Doch der erfahrene Bestatter weiß
dass gerade in der stillen Einkehr am offenen Sarg, für viele Menschen, ein wichtiger Schritt auf der Suche nach dem inneren Trost sein kann. Hier wird der Tod begreifbar und kann auch seinen Schrecken verlieren, wenn der Hinterbliebene sieht, dass der geliebte Mensch seinen Frieden gefunden hat. Bleibt ein Sarg verschlossen, wird den Hinterbliebenen zumeist eine wichtige Möglichkeit in Richtung Trauerbewältigung genommen. Oftmals wird den Angehörigen leider sogar empfohlen, den Verstorbenen so in Erinnerung zu behalten, wie er zu Lebzeiten war. Da der Tod und die Auseinandersetzung mit ihm, in unserem heutigen Bewusstsein stark verdrängt, Hausaufbahrungen kaum noch gemacht werden und viele Menschen erst wenn sie persönlich von einem Trauerfall betroffen sind, damit in Kontakt kommen, ist die Furcht vor erschreckenden Erlebnissen groß.

Dabei muss das nicht sein.
In einer würdevollen und angenehmen Umgebung kann der Tod im Rahmen einer offenen Aufbahrung schon viel von seinem Schrecken verlieren. Und selbst nach einer langen, schlimmen Krankheit oder einem plötzlichen Unfalltod hat ein Bestatter die Möglichkeit den Angehörigen zu helfen und eine Abschiednahme ohne Schrecken möglich zu machen, in dem er einen gepr. Thanatopraktiker um Hilfe bittet.

Der Beruf des Thanatopraktikers
ist in unserer Gesellschaft leider weitgehend unbekannt. Dabei ist oftmals er es, der dem Bestatter hilft, damit dieser im Umgang mit dem Verstorbenen den Grundstock für die Trauerarbeit legen kann.

Er ermöglicht die offene Aufbahrung
bis zum Bestattungstag, auch über einen längeren Zeitraum ohne Einschränkung. Mit der sogenannten präventiven Behandlung eines Verstorbenen wird allerdings nicht beabsichtigt, den Leichnam für die Ewigkeit zu konservieren, sondern ihn bis zur Bestattung in einer dem Verstorbenen würdigen Weise zu bewahren.

Der Abschied am offenen Sarg – ein wichtiger Schritt in Richtung Trauerbewältigung

Die Thanatopraxie oder auch „Modern Embalming“ (Modernes Einbalsamieren) ist eine Form der hygienischen Totenversorgung. Sie erlaubt es, den Körper verstorbener Menschen ohne Kühlung zu erhalten und langfristig aufzubauen, damit Angehörige selbstbestimmt Abschied nehmen können. Die thanatopraktische Behandlung sorgt außerdem für ein sehr angenehmes Erscheinungsbild des Verstorbenen. Der Einbalsamierer versorgt und richtet Verstorbene so her, dass die Hinterbliebenen am offenen Sarg Abschied nehmen können, in einer Begegnung ohne Schrecken, menschlich und friedvoll.

Ihre geschichtlichen Ursprung hat das
„modern embalming“ im alten Ägypten. In der Antike waren die Maßnahmen recht einfach und sind mit dem heutigen Procedere nicht mehr vergleichbar. Die Verstorbenenversorgung im Rahmen des „modern embalming“ besteht aus einer inneren und äußeren Anwendung von Substanzen, die eine hygienische und schonende Aufbahrung sicherstellt.

Ein qualifizierter Einbalsamierer
hat fundierte Kenntnisse in den relevanten Wissenschaften Anatomie, Gefäßlehre, Pathologie, Mikrobiologie, Chemie sowie in Hygiene, Desinfektion und in der restaurativen Wiederherstellung.

Rekonstruktion – Wiederherstellendes „modern embalming“
Nach schweren Unfällen, Gewaltverbrechen oder auch nach Obduktionen ist die Verabschiedung am offenen Sarg häufig nicht ohne zusätzliche Versorgung möglich. Durch die Verfahren des Embalmings und eine schonende Rekonstruktion ist es auch in diesen Fällen nahezu immer möglich den Hinterbliebenen die Gelegenheit der offenen Aufbahrung zu geben.

Überführungen
Bei längeren Überführungsfahrten zum Beispiel ins Ausland ist die erweiterte Versorgung („modern embalming“ – Einbalsamierung) des Verstorbenen häufig gesetzlich vorgeschrieben.

Während des Lebens
verhindern die natürlichen Abwehrkräfte des Menschen die Ausbreitung von Mikroorganismen, die sich nach seinem Tode vermehren und die Veränderungen des Leichnams verursachen. Das führt dann zu den unangenehmen Begleiterscheinungen, die oftmals eine offene Aufbahrung bei ungünstigen Voraussetzungen unmöglich machen. Durch die Injektion einer präservierenden Flüssigkeit in das Arteriensystem, die auch bakterientötend wirkt und ein antiseptisches Milieu schafft, erwirkt ein Thanatopraktiker, dass diese Begleiterscheinungen gar nicht erst auftreten. Es werden bei dieser modernen Behandlungsmethode keine inneren Organe entfernt oder noch weitergehende Veränderungen am Körper eines Verstorbenen vorgenommen.

Ein qualifizierter Einbalsamierer
hat fundierte Kenntnisse in den relevanten Wissenschaften Anatomie, Gefäßlehre, Pathologie, Mikrobiologie, Chemie sowie in Hygiene, Desinfektion und in der restaurativen Wiederherstellung.

Auch bei unfallentstellten
Verstorbenen leistet die Thanatopraxie wertvolle Hilfe. Teil seines Studiums sind rekonstruktive Maßnahmen bei Unfalltoten. Mit seinen Kenntnissen ist es ihm möglich die schrecklichen Spuren eines Unfalls so zu mildern, dass eine Abschiednahme für seine Angehörigen möglich ist.

Gerade wenn junge Menschen
so mitten aus dem Leben gerissen werden, hat es sich gezeigt, dass der Tod für die Familien erst dann wirklich begreifbar und erfahrbar wurde, wenn sie die Möglichkeit der Abschiednahme tatsächlich und in vollem Umfang hatten. Erst dann setzt wirklich eine echte Trauerbewältigung ein. Bestattungen finden in der heutigen mobilen Zeit auch nicht immer innerhalb weniger Tage statt. Zu weit sind die Entfernungen geworden, in denen die Familien, zum Teil berufsbedingt, zu einander leben.

Die Kenntnisse und Fertigkeiten
eines Thanatopraktiker ermöglichen es dem Bestatter, Terminplanungen für Beisetzungen ganz den Wünschen der Angehörigen anzupassen, damit auch jedes Familienmitglied die Möglichkeit zur Wahrung einer Tradition hat, Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen.

Diesen Dienst
bieten wir auch anderen Bestattern an.

Versorgung von verstorbenen Menschen
Wir legen größten Wert darauf, den Hinterbliebenen eine Abschiednahme am offenen Sarg zu ermöglichen.

Hygienische Versorgung
hat in unserem Haus höchste Priorität. Bei dieser wird der Körper des verstorbenen Menschen in einen hygienischen, ästhetischen und würdigen Zustand gebracht. Bevor der Verstorbene in den Sarg eingebettet wird, erfolgt die hygienische Versorgung im so genannten Versorgungsraum auf dem Behandlungstisch. Nach dem vollständigen Entkleiden werden dem Verstorbenen Pflaster, Verbände aber auch Windeln entfernt. Danach erfolgt die Desinfektion des Verstorbenen. Hierbei wird der gesamte Körper mit einem speziellen Desinfektionsmittel behandelt. Nachdem der Körper eingeseift und abgespült wurde, können auf diese Weise Verschmutzungen, Körperflüssigkeiten und eingetrocknetes Blut beseitigt werden. Auch das Waschen der Haare ist Teil der Versorgung, um diese nach dem Fönen entsprechend frisieren zu können.

Daher werden die Angehörigen gebeten ein Bild des Verstorbenen beizubringen.

Eine neue Wundversorgung ist nunmehr möglich. Bei größeren Wunden bedarf es einer intensiveren Versorgung. Auch eine Rasur im Gesicht des Verstorbenen kann nun erfolgen. Eine feuchtigkeitsregulierende Massagecreme wird dem Verstorbenen aufgetragen und einmassiert. Hiermit kann die Leichenstarre gelöst werden und einer auftretenden Austrocknung der Haut entgegengewirkt werden.

Jetzt kann der Verstorbene in seiner eigenen Kleidung oder in einem Sterbehemd eingekleidet und eingebettet werden.

Mit dem so genannten „Perfect Finish“ (spezielle Kosmetik für Verstorbene ist hierfür notwendig) können Hautverfärbungen beseitigt werden. Oftmals reichen die Möglichkeiten einer hygienischen Versorgung nicht aus, um eine offene Aufbahrung zu ermöglichen. Dies ist dann der Fall, wenn der Tod z.B. aufgrund eines Suizids, eines Verkehrsunfalls oder eines Sturzes eingetreten ist. Mit Hilfe von thanatologischen Praktiken kann der Verstorbene so versorgt werden, dass die zuvor sichtbaren Verletzungen für die Angehörigen nicht mehr so ersichtlich sind.

Diese Praktiken erfordern
vor allem ZEIT, FINGERSPITZENGEFÜHL und KÖNNEN!

Herr Sven Paris, geb. Sobieraj
Hier ein Überblick über seine Auszeichnungen, Zertifikate und Urkunden:

  • Hygienische Grundversorgung
  • Hygienische Grundversorgung II
  • Perfect Finish

Kommen Sie auf uns zu. Gerne beraten wir Sie über Ihre Möglichkeiten.

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